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Stoßwellentherapie bei Fersensporn – Erfolgsaussichten und Erstattung durch die Krankenkasse

Unser Team für Ihre Gesundheit

Fersensporn

Inhaltsverzeichnis

Stoßwellentherapie bei Fersensporn - Erfolgsaussichten und Erstattung durch die Krankenkasse

Fersensporn ist eine entzündliche Erkrankung an den Sehnenplatten im Fuß. Die Krankheit tritt recht häufig auf, etwa jeder zehnte Deutsche leidet im Laufe seines Lebens mindestens einmal daran. Die Beschwerden äußern sich meist bei Belastung oder zu Beginn einer Aktivität nach längerer Ruhe und können sehr schmerzhaft sein. Die Heilung dauert lange und viele Behandlungsmethoden zeigen oft keinerlei Erfolg. Eine Stoßwellentherapie hat sich hier inzwischen als sehr erfolgreiche Behandlungsmethode erwiesen. Die Schmerzen lassen schon nach kurzer Zeit nach und die Heilung wird beschleunigt. Aus diesem Grund bezahlen inzwischen sogar die gesetzlichen Krankenkassen in vielen Fällen eine Stoßwellentherapie bei Fersensporn. Erfahren Sie hier mehr darüber, wie die Behandlung abläuft und welche Wirkung Stoßwellen haben können.

Das Wichtigste kurz zusammengefasst

Was ist Fersensporn?

Beim Fersensporn handelt es sich um eine entzündliche Veränderung der Sehnenplatten an der Fußsohle oder (seltener) am Fersenbein. Ursache ist entweder eine dornenförmige Verknöcherung an der Unterseite der Ferse oder an der Hinterseite des Fersenbeins. Die Verknöcherung selbst stellt dabei nicht das eigentliche Problem dar. Schmerzen entstehen erst, wenn es zu einer Entzündung der Sehnenplatten kommt.

Fersensporn
Der untere Fersensporn entwickelt sich an der Sehnenplatte der Fußsohle, der obere Fersensporn an der Achillessehne.

Die Schmerzen beim Fersensporn treten vor allem unter Belastung und beim Anlaufen am Morgen oder nach Sitzpausen auf. Eine verkürzte Wadenmuskulatur, Fußfehlstellungen oder Übergewicht können das Problem verursachen bzw. verstärken. Die Entzündungsvorgänge selbst entwickeln sich über längere Zeit und werden erst bei Auftreten von Beschwerden wahrgenommen. Rund 10% der Bevölkerung leiden im Laufe ihres Lebens irgendwann an Fersensporn, ab dem 50. Lebensjahr nimmt die Häufigkeit zu.

Kann Stoßwellentherapie bei Fersensporn helfen?

Eine Stoßwellentherapie kann sehr erfolgreich gegen Beschwerden bei Fersensporn helfen. Die Muskulatur wird durch die Stoßwellen gelockert und entspannt, Triggerpunkte für das Schmerzempfinden können gezielt angesprochen werden und die Selbstheilungskräfte werden angeregt. Dies führt zu einer schnellen Linderung und Heilung.

Welche Beschwerden können außerdem noch am Fuß und an der Ferse auftreten?

Neben Fersensporn können noch andere Beschwerden und Erkrankungen im Fußbereich auftreten. Vor Beginn einer Behandlung ist daher eine eingehende Diagnostik erforderlich, um den Grund der Beschwerden zu ergründen und die Behandlung entsprechend auszurichten.

Schmerzen an der Achillessehne

Bei der Achillodynie (Achillessehnenschmerz) handelt es sich um eine schmerzhafte, entzündliche und meist knötchenförmige Verdickung der Achillessehne. Zustande kommt diese degenerative Erkrankung meist durch Überlastung. Schmerzhafte Verkürzungen und Verhärtungen der rückseitigen Muskeln am Bein sind dabei oft Mitverursacher. Sobald es zu ausgeprägten Verhärtungssträngen in der Wadenmuskulatur kommt, vermindert sich die Dehnungsfähig der Muskulatur und die damit einhergehende erhöhte Dauerspannung kann die Entwicklung einer chronisch-degenerativen Achillessehnenerkrankung verursachen.

Eine Stoßwellentherapie kann auch hier helfen. Sehne und Sehnenansatz werden dabei gezielt behandelt, die Schmerzverarbeitung kann so herabgesetzt und der Heilungsprozess angeregt werden. Ergänzend können Akupunktur und Injektionstechniken eingesetzt werden.

Schmerzen an der Achillessehne können mit einer Stoßwellentherapie behandelt werden.

Sehnenentzündungen & Fehlstellungen

Am Fuß kann es zu diversen Fehlstellungen und Entzündungen an Sehnen kommen, die Schmerzen verursachen und eventuell die Beweglichkeit beeinträchtigen können. Lassen Sie sich von einem Facharzt eingehend untersuchen. Dieser wird die Ursachen für die Beschwerden diagnostizieren und mitteilen, welche Therapien möglich und sinnvoll sind. Das Schmerzempfinden kann in der Regel durch eine Stoßwellenbehandlung herabgesetzt werden.

Beschwerden nach Brüchen oder Operationen

Nach Knochenbrüchen kann eine fehlende oder verzögerte Knochenheilung auftreten, dies kann auch nach Versteifungs- oder Korrekturoperationen der Fall sein. Eine Stoßwellentherapie kann hier helfen, da dadurch die Bildung frischer Knochenzellen und eine bessere Heilung angeregt werden kann.

Wie wirkt eine Stoßwellentherapie bei Fersensporn?

Sowohl die radiale als auch die fokussierte Stoßwelle versprechen Heilung bei Fersensporn.
Bei einer Stoßwellenbehandlung bei Fersensporn können sowohl radiale als auch fokussierte Stoßwellen eingesetzt werden. Die Behandlung wird individuell auf die Diagnose und auf die vorliegenden Beschwerden abgestimmt.  Warum eine Stoßwellentherapie wirklich hilft, ist bisher wissenschaftlich noch nicht komplett erforscht. Die Heilung scheint durch die folgenden Faktoren zustande zu kommen:

Verspannungen lösen

Triggerpunkte können mit Hilfe einer Stoßwellenbehandlung gezielt behandelt werden. Dies geschieht, in dem die kurz hintereinander abgegebenen Wellen in schneller Folge Entspannungs- und Anspannungsreize liefern. Dies lockert und aktiviert das Gewebe. Schmerzpunkte werden so aufgelöst, eine schnelle Linderung ist die Folge.

Durchblutung anregen

Die Stoßwellen bewirken, dass die Durchblutung in der behandelten Körperregion angeregt wird. Dies fördert die Bildung von körpereigenen Botenstoffen und trägt zur Schmerzlinderung bei.

Selbstheilungskräfte aktivieren

Die wohl wichtigste Wirkung einer Stoßwellentherapie bei Fersensporn besteht sicherlich darin, dass die Selbstheilungskräfte des Körpers angeregt werden. Ein Fersensporn kann theoretisch auch ohne jegliche Therapie, nur durch die körpereigene Selbstheilung, abheilen. Mit Hilfe der Stoßwellentherapie wird die Heilung angeregt und beschleunigt. Monatelang Schmerzen zu ertragen ist so nicht notwendig, mit Hilfe einer Stoßwellenbehandlung kann das Schmerzempfinden schnell verringert werden.

Wie viele Behandlungen sind bei einer Stoßwellentherapie bei Fersensporn erforderlich?

In der Regel werden schon nach wenigen Sitzungen gute Ergebnisse erreicht. Die Schmerzverarbeitung wird schon nach 1-3 Sitzungen herabgesetzt. Der Heilungsprozess wird durch gezielte Mikroverletzungen an den Zellen beschleunigt. Meist reichen 2-5 Behandlungstermine aus, um Linderungen zu erreichen. Die endgültige Heilung kann der Körper dann in den folgenden Wochen und Monaten selbst erledigen.

Welche Erfahrungen gibt es mit der Stoßwellentherapie bei Fersensporn?

Die Erfahrungen mit der Stoßwellentherapie bei Fersensporn sind überwiegend sehr positiv. Die meisten Patienten verzeichnen eine schnelle Linderung der Beschwerden schon nach wenigen Behandlungsterminen. Nicht umsonst wurde die Stoßwellentherapie bei Fersensporn daher als Kassenleistung anerkannt.

Ist eine Behandlung mit Stoßwellen schmerzhaft?

Die meisten Patienten empfinden die Stoßwellenbehandlung lediglich als etwas unangenehm, einige jedoch auch als schmerzhaft. Der Therapeut wird darauf achten, dass bei der Behandlung die individuellen Schmerzgrenzen des Patienten nicht überschritten werden. In der Regel lassen die Schmerzempfindungen von Behandlung zu Behandlung nach und da die Patienten nach jeder weiteren Behandlung eine Verbesserung der Beschwerden erkennen, werden die Unannehmlichkeiten akzeptiert.

Hat eine Stoßwellenbehandlung Nebenwirkungen?

Die Behandlung mit Stoßwellen ist quasi nebenwirkungsfrei. Vereinzelt können Schwellungen oder Rötungen an der behandelten Körperstelle auftreten. Darüber hinaus können Schmerzen auftreten, die einem Muskelkater ähneln. In der Regel verschwinden diese Beschwerden bereits nach kurzer Zeit wieder. Bei Bedarf können Schmerzmittel eingenommen werden, um die Schmerzen zu lindern.
Gute Nachricht! Die Behandlung mit Stoßwellen ist nahezu nebenwirkungsfrei.

Kommt es bei Stoßwellenbehandlungen zu Erstverschlimmerungen?

Erstverschlimmerungen können nach einer Stoßwellenbehandlung durchaus vorkommen. Es handelt sich dabei um Verschlimmerungen der ursprünglichen Beschwerden – nicht um neue Beschwerden. Im Grunde ist eine Erstverschlimmerung in diesem Zusammenhang ein gutes Zeichen, da sich so zeigt, dass die Behandlung im Körper Wirkung zeigt. In der Regel bessern sich die Anzeichen der Erstverschlimmerung nach wenigen Tagen. Sollten neue Beschwerden auftreten, die es vorher noch nicht gab, sollte dies mit dem Arzt besprochen werden.

Welche Kosten entstehen bei einer Stoßwellentherapie bei Fersensporn?

Die Kosten für die gesamte Behandlung hängen von der Art der eingesetzten Stoßwellen (radial oder fokussiert) und von Häufigkeit und Dauer der Behandlung ab. Ein seriöser Arzt wird selbstverständlich vor Behandlungsbeginn einen Kostenplan vorlegen. Dabei wird auch besprochen, welche Kassen welche Behandlungsleistungen eventuell übernehmen können.

Bezahlen die Krankenkassen die Stoßwellentherapie bei Fersensporn?

Seit 2019 ist die Stoßwellentherapie bei Fersensporn eine Kassenleistung. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen auf Antrag die Behandlungen. Voraussetzung ist in der Regel, dass vorherige, konservative Therapiemethoden nicht erfolgreich waren. Besprechen Sie dies unbedingt mit Ihrem Arzt.

Private Krankenkassen und die Beihilfe zahlen Stoßwellenbehandlungen bei Fersensporn in der Regel auf Antrag komplett.

Kann eine Stoßwellentherapie bei Fersensporn mit anderen Therapien kombiniert werden?

Eine Kombination von Stoßwellentherapie und anderen Therapieformen kann sehr sinnvoll sein. Ihr Arzt wird Ihnen Hinweise geben, welche zusätzlichen Behandlungen Sinn machen und einen individuellen Behandlungsplan erstellen. 

Kann Fersensporn auch von alleine ausheilen?

Fersensporn
Mit viel Geduld kann ein Fersensporn auch von selbst heilen.
Fersensporn kann in der Tat auch von alleine wieder verschwinden. Es gibt eine Selbstheilungstendenz des Körpers, die jedoch Geduld erfordert. Realistisch gesehen dauert es mindestens ein halbes bis ein dreiviertel Jahr, bis die Heilung (eventuell) einsetzt. Schnellere Linderung verspricht eine Stoßwellentherapie, die die Selbstheilungskräfte anregt und vorher schon für eine weitgehende Schmerzfreiheit sorgt.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es außerdem noch bei Fersensporn?

Neben Schmerzmitteln, Neuraltherapie und Injektionen mit Kortison sind vor allem Dehnübungen sinnvoll, um die Beschwerden zu reduzieren. Die Übungen können und sollen die Patienten regelmäßig Zuhause durchführen. Bei Bedarf kann ein Physiotherapeut eine Einführung in die Übungen vornehmen.

Hier einige Beispiele mit Videos, die Übungsanleitungen zeigen.

Eine operative Lösung muss bei Fersensporn nur selten in Augenschein genommen werden.  Bei einer Operation werden die Sehnen vom Knochen gelöst, was die Beschwerden reduziert. In der Regel reichen jedoch Stoßwellenbehandlungen (eventuell kombiniert mit anderen Therapieformen) um die Beschwerden in den Griff zu bekommen.

Fazit

Die Aussichten auf Erfolg bei einer Stoßwellentherapie bei Fersensporn sind sehr hoch. Die Heilung wird in der Regel beschleunigt und die Schmerzen werden schnell gelindert. Bedingt durch die guten Erfolgsaussichten bezahlen inzwischen auch die gesetzlichen Krankenkassen auf Antrag eine Stoßwellentherapie bei Fersensporn. Melden Sie sich bei uns, wenn auch Sie die lästigen Schmerzen durch Fersensporn los werden möchten.

Autor

Dr. Csaba Losonc studierte Medizin in Bonn und Gießen. Er ist sowohl Facharzt für Allgemeinchirurgie als auch für Orthopädie und Unfallchirurgie. Zusatzqualifikationen in Sportmedizin, Manueller Medizin und Akupunktur hat er im Laufe seiner beruflichen Laufbahn neben vielfältigen Erfahrungen in Kliniken und diversen Praxen erworben. 2015 gründete Dr. Losonc das ORTHOPAEDICUM im Kreis Ahrweiler, das inzwischen ein großes und international renommiertes Kompetenzzentrum für Orthopädie, Sportmedizin und Chirurgie darstellt. Das Medizinische Versorgungszentrum bietet als MEDICUM Rhein-Ahr-Eifel eine breite Auswahl an verschiedenen Therapien an, der Schwerpunkt liegt dabei auf Stoßwellentherapie, Arthrosetherapie, Sportmedizin und Rehamedizin. Außerdem ist das MEDICUM akkreditierte Golf Klinik der PGA Germany.

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