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Arthrose Sprunggelenk – Was tun?

Inhaltsverzeichnis

Beim Gehen oder Springen tragen unsere Sprunggelenke teilweise das Fünffache unseres Körpergewichts. Damit ist das Sprunggelenk eines der am stärksten belasteten Gelenke. Kein Wunder, dass es hier öfter zu Verletzungen kommt und Arthrose im Sprunggelenk meist schon im recht jungen Alter auftritt. Dabei ist das Sprungelenk grundsätzlich weniger anfällig für Arthrose als Knie oder Hüfte. Erfahren Sie hier mehr darüber, welche Symptome auf eine Sprunggelenksarthrose hinweisen, welche Behandlungsmöglichkeiten besonders erfolgversprechend sind und warum man Verletzungen und Knochenbrüche unbedingt ausheilen lassen sollte.

Das Wichtigste in Kurzform

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Arthrose - Definition

Bei Arthrose werden die Gelenkknorpel, die eine wichtige Pufferfunktion zwischen den Knochen erfüllen, zunehmend abgebaut. Dies führt langfristig zu Schmerzen und zu Einschränkungen der Beweglichkeit. Der Knorpelabbau verläuft dabei degenerativ, d.h. über das altersübliche Maß hinaus. Arthrose wird auch als Gelenkverschleiß bezeichnet.

Was ist Arthrose im Sprunggelenk?

Der Abbau von Knorpel im Sprunggelenk, das Wade und Fuß miteinander verbindet, beginnt meist aufgrund von Verletzungen oder Fehlstellungen und führt langsam und stetig zu einer Instabilität des Gelenks und zu Schmerzen. Die Knochen reiben zunehmend ohne Knorpelschutz aneinander und es können sich Entzündungen entwickeln.

Ursachen für Arthrose im Sprunggelenk

Im Gegensatz zu anderen Arthrosearten trifft die Sprunggelenksarthrose vor allem jüngere Menschen und wird meist durch folgende Ursachen ausgelöst:

 

  • Fehlstellungen in der Beinachse, im Fußgelenk oder im Sprunggelenk
  • Fehlstellungen nach verheilten Brüchen
  • Fehlstellungen im Sprunggelenk nach Bänderrissen
  • Knochen- und Knorpelverletzungen nach Verletzungen, Unfällen und Bänderriss
  • Überlastung des Sprunggelenk durch intensives Training
  • Überlastung des Sprunggelenks durch Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • Entzündungsvorgänge im Körper (Rheuma)
  • Stoffwechselstörungen (Gicht, Diabetes o.ä.)
  • Nervenläsionen

 

Eine oder vielleicht auch mehrere dieser Ursachen können zu einer Sprunggelenksarthrose führen, die dann das fragile Gleichgewicht des Sprunggelenks beeinträchtigt und die gewohnten Bewegungsabläufe stört.

Arthrose im Sprunggelenk kann sowohl das obere als auch das untere Sprunggelenk betreffen, da sowohl das untere Sprungbein als auch das obere Sprunggelenk von schützendem Knorpelgewebe umgeben sind.

Symptome Arthrose Sprunggelenk - Was sind typische Anzeichen?

Falls Sie Schmerzen im Fuß- oder Wadenbereich verspüren, achten Sie auf folgende Symptome, die auf eine Sprunggelenksarthrose hinweisen können:

 

  • Anlaufschmerzen am Morgen oder nach Ruhepausen
  • Schnelle Ermüdung des Gelenks bei Belastung
  • Zunehmende Steife im Gelenk, weniger Beweglichkeit
  • Belastungsschmerzen bei längeren Gehstrecken
  • Schmerzen beim Gehen auf unebenen Wegen
  • Schmerzen bei ruckartigen Belastungen wie Joggen, Tennis, Fußball o.ä.
  • Beschwerden im Bereich alter Verletzungen (Bänderriss, Knochenbrüche o.ä.)
  • Reibegeräusche bei Belastung
  • Blockierungen im Gelenk, weil Knorpel oder Weichteile eingeklemmt werden
  • Schwellungen und Entzündungen
  • Äußerliche Verformungen im Gelenkbereich

 

Beachten Sie, dass eine Arthrose im Frühstadium zumeist unbemerkt bleibt. Falls Sie eine oder mehrere der oben genannten Symptome verspüren, sollten Sie baldmöglichst zum Arzt gehen, damit eine Diagnose erstellt und entsprechende Therapien begonnen werden können.

 

Vereinbaren Sie schnellstmöglich einen Termin, falls Sie einen Verdacht auf Arthrose haben. Bei dieser Krankheit ist es extrem wichtig, so früh wie möglich mit der Therapie zu beginnen, um ein Fortschreiten der Erkrankung zu vermeiden. Unsere Experten werden Sie gründlich untersuchen, eine umfassende Diagnose erstellen und Ihnen die passenden Therapien vorschlagen!

Diagnose bei Sprunggelenksarthrose

Eine umfassende Diagnose ist wichtig, damit die genauen Ursachen der Beschwerden und weitere Erkrankungen (Rheuma, Fußfehlstellungen o.ä.) erkannt werden können. Bei der ärztlichen Untersuchung werden zunächst die Belastungsachse, die Bänder und Sehnen und das Schmerzempfinden überprüft. Eine Röntgenaufnahme kann Hinweise liefern, ob der Gelenkspalt im Sprunggelenk verengt ist, dies weist auf eine Schädigung des Knorpels hin. Zur genaueren Abklärung können auch ein MRT oder ein CT notwendig sein.

Weitere mögliche Erkrankungen am Sprunggelenk

Eine umfassende Diagnose ist auch deshalb notwendig, um andere Erkrankungen im Fußbereich zu erkennen. Häufig bleiben Fehlstellungen unerkannt und können im Endeffekt die Entwicklung einer Arthrose begünstigen. Auch Bandschäden durch häufiges Umknicken können die Stabilität des Fußes einschränken und langfristig zu Schäden führen. Viele Arthrosen entwickeln sich nach Frakturen am Sprunggelenk, daher sollten Knochenbrüche fachgerecht behandelt und die Heilung nachkontrolliert werden. Rheuma als entzündliche Gelenkerkrankung sollte ebenfalls so früh wie möglich erkannt und behandelt werden. 

 

Therapie - Was tun bei Arthrose im Sprunggelenk

Die meisten Therapien arbeiten darauf hin, die Muskeln zu kräftigen, weitere Schäden und weitere Instabilität zu vermeiden, Schmerzen zu reduzieren und ein Fortschreiten der Erkrankung zu verzögern.

Wir stellen hier die wichtigsten Behandlungsmöglichkeiten bei Sprunggelenksarthrose vor:

Injektionen bei Arthrose im Sprunggelenk

Zur Schmerzlinderung und Entzündungshemmung hat sich die Injektionstherapie bei Arthrose bewährt. Dazu gibt es neuerdings die Möglichkeit einer Stammzelltherapie, die außerdem die Chance auf Regeneration der Knorpelschicht bieten könnte.

Hyaluron Injektionen

Injektionen mit Hyaluronsäuren wirken entzündungshemmend und optimieren die Zusammensetzung der körpereigenen Hyaluronsäure. Damit können die Beschaffenheit und die Ernährung der Knorpelzellen verbessert werden. 

Cortisoninjektionen

Synthetisch hergestelltes Cortison wird in der Orthopädie und in der Arthrosetherapie vor allem zur Schmerzlinderung und zur Entzündungshemmung eingesetzt. Allerdings weist Cortison zellschädigende Eigenschaften auf und kann deshalb langfristig Knorpelzellen schädigen. Daher sollten Sie von dieser Art von Injektionen Abstand nehmen.

Eigenbluttherapie (PRP)

Eigenplasma, das aus dem eigenen Blut gewonnen wird, wird auch als PRP (Plättchen-Reiches-Plasma) bezeichnet. Injektionen mit diesem Plasma zeigen erwiesenermaßen Wirksamkeit bei Verletzungen und Arthrose. Eine Studie aus dem Jahr 2021 belegt diese Wirksamkeit.

Stammzelltherapie

Laut einer im Jahr 2021 veröffentlichten Studie kann eine Stammzelltherapie Arthrose erfolgreich therapieren und es gibt sogar einige Hinweise darauf, dass eine Neubildung von Knorpelzellen angeregt werden könnte. Dies würde vollkommen neue Wege in der Arthrosetherapie eröffnen.

 

Das Medicum in Bad Neuenahr ist eine der wenigen Fachkliniken in Deutschland, die eine Stammzelltherapie anbieten. Erfahren Sie hier mehr über diese erfolgversprechende Behandlungsmöglichkeit. Vereinbaren Sie gerne einen Beratungstermin!

Stoßwellentherapie bei Arthrose Sprunggelenk

Eine Stoßwellentherapie kann erfolgreich dazu beitragen, Entzündungen und Schmerzen zu reduzieren und Verspannungen zu lösen. Deshalb werden Stoßwellen häufig als nicht-invasive Therapie bei orthopädischen Problemen eingesetzt, um Operationen zu vermeiden sowie Beweglichkeit und Wohlbefinden zu steigern. Mit Hilfe von Stoßwellen können Wachstumsfaktoren angeregt, Stammzellen aktiviert und Triggerpunkte für Schmerzen gezielt angesprochen werden. Meist erfolgt die Therapie in Kombination mit Injektions- oder Physiotherapien.

Physiotherapie bei Arthrose am Sprunggelenk

Physiotherapie kann unterstützend helfen, Muskeln zu stärken und somit die Begleiterscheinungen einer Sprunggelenksarthrose zu mindern. Eine spezielle Sprunggelenkschule kann helfen, die Gelenke zu entlasten und die Knorpel zu regenerieren. Physiotherapie ist auch nach einer operativen Behandlung des Sprunggelenks wichtig. 

Wärme & Kälte bei Sprunggelenksarthrose

Wärmeanwendungen können bei akuten Schmerzen verkrampfte Muskulatur lösen und so Beschwerden reduzieren. Kühlpackungen helfen dann, wenn entzündliche Vorgänge die Schmerzen verursachen. Kälte wirkt gut gegen Entzündungen und kann so im Akutfall eingesetzt werden. 

Tapes & Bandagen bei Arthrose am Sprunggelenk

Tapes und Bandagen können helfen, das Gelenk zu entlasten und somit Beschwerden zu lindern. Eine Beispielanleitung, wie Tapes richtig anzulegen sind, finden Sie hier.

 

Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente bei Arthrose

Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente können bei akuten Schmerzen aufgrund einer Arthrose eingesetzt werden. Zur langfristigen und einzigen Therapie bei Sprunggelenksarthrose sind diese Mittel aufgrund ihrer Nebenwirkungen jedoch nicht geeignet. Suchen Sie unbedingt einen Facharzt auf und lassen Sie Ihre Gelenke gründlich untersuchen.

 

Sport bei Arthrose am Sprunggelenk

Fitnessstudio bei Kniearthrose

Wenn Bewegung schmerzt, wird sie oft gemieden. Das ist jedoch bei Arthrose genau der falsche Weg. Moderate und regelmäßige Bewegung ist wichtig, um ein Fortschreiten der Erkrankung zu vermeiden. Sehr belastende Sportarten wie Tennis, Fußball, Basketball, Squash und intensives Joggen sind dabei eher nicht zu empfehlen. Nordic Walking, Radfahren, Schwimmen und alles, was mit Kräftigungsübungen zu tun hat, sollte dagegen unbedingt regelmäßig in den Alltag integriert werden.

Kann man mit Arthrose im Sprunggelenk Fußball spielen?

Bei Sportarten wie Fußball oder auch Basketball kommt es häufig zu Gelenkverletzungen. Wenn ein Sportler aufgrund eines instabilen Sprunggelenks immer wieder umknickt, führt dies langfristig zu Knorpelschäden, die im Endeffekt zu einer Arthrose führen. Nicht umsonst ist gerade die Sprunggelenksarthrose überaus häufig durch Sportverletzungen bedingt. Fußball ist daher nicht die Sportart der Wahl, wenn Sie bereits Probleme mit dem Sprunggelenk haben. Alle Frakturen und Verletzungen sollten zumindest ausreichend auskuriert werden und insgesamt sollte gelenkschonend trainiert werden, um eine spätere Arthrose zu vermeiden. Bewegung und Sport insgesamt sind aber wichtig, um Muskeln und Gelenke langfristig zu stärken, Arthrose ganz zu vermeiden oder zumindest das Fortschreiten der Erkrankung einzuschränken.

Kräftigungsübungen bei Sprunggelenksarthrose

Übungen zur Kräftigung von Gelenken und Muskeln zeigen die beste schmerzreduzierende Wirkung bei Arthrose. Dazu sollte das Training (mit elastischen Bändern, Gewichten oder an Geräten) mindestens 3 x wöchentlich durchgeführt werden. Auch wenn Ausdauersport wichtig ist für Wohlbefinden und Kreislauf, so ist Krafttraining doch noch wichtiger für Arthrose. 

Ganzkörperübungen bei Arthrose

Übungen, die den ganzen Körper stärken, wie zum Beispiel Tai-Chi, Yoga oder Pilates, haben positive Auswirkungen auf das Körpergefühl, steigern das Wohlbefinden und helfen gegen die Beschwerden von Arthrose. Bei Sprunggelenksarthrose ist dabei Balancetraining besonders effektiv.

Ausdauersport bei Arthrose

Wenn auch Krafttraining gezielter gegen Arthrose wirkt, so sollte doch zum Erhalt der Fitness auch ein gewisses Maß an Ausdauersport in den Alltag eingebaut werden. Besonders zu empfehlen sind Radfahren, Walken und Schwimmen. Sport mit abrupten Bewegungen, wie zum Beispiel Tennis, Basketball, Fußball oder Squash, ist dagegen eher kontraproduktiv.

Fitnessstudio bei Arthrose im Sprunggelenk

In einem Fitnessstudio können unter fachkundiger Anleitung sowohl gezielte Kräftigungsübungen als auch Ausdauersport betrieben werden. Bei Arthrose im Sprunggelenk sind dabei Training auf dem Ergometer und Balanceübungen besonders sinnvoll. Lassen Sie sich am besten von einem zertifizierten Trainer ein für Ihre Situation passendes Training zusammenstellen.

Übungen bei Arthrose Sprunggelenk

Neben Kräftigungsübungen und Ausdauersport können auch spezielle Übungen für das Sprunggelenk helfen, den weiteren Verschleiß einzudämmen oder nach einer Operation das Sprunggelenk wieder zu stärken.

 

Balanceübungen können helfen, das Sprunggelenk zu stabilisieren

Neben Balanceübungen gibt es noch eine Reihe von weiteren Übungen, die dazu beitragen, das Sprunggelenk zu stabilisieren, die Muskeln zu kräftigen und so das Gelenk langfristig zu stärken. Diese Übungen helfen auch nach einer operativen Bandrekonstruktion. 

Beispiele für Übungen bei Sprunggelenksarthrose finden Sie hier:

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Fehlstellungen frühzeitig korrigieren lassen

Es hört sich vielleicht seltsam an: Um Arthrose im Sprunggelenk und eine damit verbundene Operation zu vermeiden, sollten Fehlstellungen frühzeitig (operativ) korrigiert werden. Fußfehlstellungen wie Hallux valgus, Senkfuß oder Klumpfuß sowie falsche Beinachsen können zu hohen einseitigen Belastungen und Überlastungen führen, die dann in Arthrose münden. Lassen Sie daher die Fehlstellungen unbedingt frühzeitig diagnostizieren und operativ beseitigen.  

Operation bei Sprunggelenksarthrose

Bandplastiken 

In manchen Fällen kann auch eine Operation an den Bändern helfen. Es kann sinnvoll sein, die Außenbänder operativ wiederherzustellen, um die Stabilität des Sprunggelenks zu sichern.

Arthroskopie des Sprunggelenks

Dieses minimalinvasive Verfahren dient sowohl zur Inspektion als auch zur Therapie. Es sind nur kleine Hautschnitte notwendig, um Behandlungsschläuche und Kamerasonden in den Gelenkbereich einzuführen. Das Gelenk kann so vom Knorpelabrieb befreit werden. Die Wundheilung verläuft sehr schnell und wenn die durchgeführten Therapien helfen, ist man schnell wieder fit.

Bandplastiken 

In manchen Fällen kann auch eine Operation an den Bändern helfen. Es kann sinnvoll sein, die Außenbänder operativ wiederherzustellen, um die Stabilität des Sprunggelenks zu sichern.

Achskorrektur (Osteotomie) bei Sprunggelenksarthrose

Da Abweichungen der Beinachse oder Fehlstellungen im Sprunggelenk eine Arthrose begünstigen können, ist es sinnvoll, solche Abweichungen oder Fehlstellungen operativ zu beheben, um einer Arthrose entweder vorzubeugen oder sie zumindest weitgehend beim Fortschreiten zu hindern.

Implantation einer Sprunggelenksprothese

Mit der Implantation einer Sprunggelenksprothese kann wieder ein normaler Bewegungsablauf hergestellt werden. Nach einer entsprechenden Reha kann das normale Gangbild wieder erreicht werden, allerdings in der Regel keine vollständige Wiederherstellung der Belastbarkeit insgesamt.

Versteifung (Arthrodese) des Sprunggelenks

Falls beide Teile des Sprunggelenks betroffen sind, ist eine Versteifung die beste Therapie. Restknorpel und defekte Knochenteile werden entfernt, bis nur noch der gesunde Knochen übrig bleibt. Sprung- und Schienbein werden dann fixiert mit Schrauben oder Platten und so das Gelenk versteift. Dieses versteifte Gelenk ist in der Regel langfristig stabil. Allerdings sind manche Bewegungsabläufe mit einem versteiften Gelenk nicht mehr möglich, wie zum Beispiel Barfußlaufen, da die Versteifung ein Abrollen des Fußes verhindert.

Neben den genannten Therapien können noch zerstörte Knorpelflächen entfernt werden (Abrasionsplastik) sowie eine Minifrakturierung (Anbohrung des Knochens zur Anregung der Knorpelneubildung) am Sprunggelenk durchgeführt werden. Lassen Sie sich vor einem operativen Eingriff unbedingt kompetent beraten!

 

Vorbeugung von Sprunggelenksarthrose

Es ist in einem gewissen Rahmen möglich, einer Arthrose vorzubeugen oder bei bestehender Arthrose zumindest das Fortschreiten der Erkrankung zu begrenzen.

 

Die wichtigsten Tipps zur Vorbeugung von Arthrose am Sprunggelenk haben wir hier zusammengestellt:

Übergewicht reduzieren & vermeiden 

Übergewicht belastet und überlastet die Gelenke, dies gilt auch für das Sprunggelenk, eines der wichtigsten Gelenke im Körper für unsere Beweglichkeit. Übergewichtige Menschen leiden weitaus häufiger an Arthrose als Normalgewichtige. Bereits 5 kg Übergewicht können den Unterschied ausmachen. Achten Sie daher auf Ihr Gewicht, bauen Sie Übergewicht ab, sorgen Sie für gesunde Ernährung und vor allem für ausreichend Bewegung. Denn leider gehen Übergewicht und Bewegungsmangel oft miteinander einher. Starten Sie daher auch bereits mit Übergewicht in ein “bewegtes” Leben.

Gesunde Ernährung gegen Arthrose

Entzündliche und damit knorpelschädigende Prozesse sollten unbedingt vermieden werden, um einer Arthrose vorzubeugen. Eine gesunde Ernährung mit viel Gemüse, wenig Fleisch und etwas mehr Fisch kann hier helfen. Vermeiden Sie Zucker, Süßigkeiten und Weißmehl und essen Sie mehr Vollkornprodukte, Naturreis, Hafer, Gerste, Hirse sowie Gemüse und Salat. Achten Sie auch darauf, genügend Omega-3-Fettsäuren (diese sind in Lachs, Hering, Makrele, Leinöl usw. enthalten) zu sich zu nehmen. Auf Genussgifte wie Nikotin und Alkohol sollten Sie möglichst verzichten, auch dies kann Knorpelzellen schädigen.

Ernährung bei Hüftarthrose

Körperliche Bewegung

Moderate und regelmäßige Bewegung ist wichtig, um einer Arthrose sowohl vorzubeugen als auch ein Fortschreiten der Erkrankung zu begrenzen. Bewegung regt die Nährstoffversorgung des Knorpels an und fördert die Schmierung der Gelenke. Neben Radfahren, Schwimmen und Aquagymnastik können auch gezielte Trainingseinheiten in einem Fitnessstudio helfen, in Bewegung zu kommen, die Muskeln zu stärken und langfristig Beschwerden vorzubeugen bzw. diese zu lindern.

Verletzungen & Frakturen ausreichend auskurieren

Gerade die Sprunggelenksarthrose entsteht häufig aufgrund von Verletzungen und Brüchen. Daher sollten Sie nach Unfällen und Sportverletzungen Geduld zeigen und genügend Zeit für den Heilungsprozess einplanen. Die Gefahr, dass sich sonst langfristig eine Arthrose entwickelt, ist hoch. Lassen Sie am besten von einem spezialisierten Sportarzt die Heilung nachkontrollieren. 

Verletzungen am Fuß richtig ausheilen lassen

Weitere wichtige Fragen zur Arthrose Sprunggelenk

Wir möchten Ihnen hier noch einige weitere wichtige Aspekte zum Thema Sprunggelenksarthrose vorstellen:

Welche Schuhe bei Arthrose im Sprunggelenk?

Effektiv gegen Arthrose im Sprunggelenk helfen spezielle Schuhe bzw. orthopädische Einlagen. Bewährt haben sich hier eine Erhöhung des Außen- oder Innenrands der Schuhe oder spezielle Einlagen, die die Stellung des Gelenks verbessern und den Bewegungsablauf optimieren. 

 

Ist das Sprunggelenk geschwollen bei Arthrose im Sprunggelenk?

Eine Arthrose entwickelt sich zunächst oft unbemerkt. Daher sind im Frühstadium einer Sprunggelenksarthrose nicht zwingend bereits schmerzende oder geschwollene Gelenke vorhanden. Im späteren Verlauf kann es jedoch zu stark geschwollenen Gelenken kommen. Die Beschwerden sind dann nicht nur fühlbar, sondern auch sichtbar.

 

Helfen Bandagen bei Sprunggelenksarthrose?

Passende Bandagen können das Sprunggelenk stabilisieren und Überlastungen vermeiden. Schmerzen werden so schnell reduziert. Probieren Sie es also zunächst mit einer Bandage oder einem Tape, bevor Sie zu Schmerzmitteln greifen. Natürlich ersetzen Bandagen nur in den seltensten Fällen eine umfassende Therapie, sie wirken jedoch in der Regel gut gegen Schmerzen und ergänzen andere konservative Therapien.

 

Ist man bei Arthrose im Sprunggelenk arbeitsunfähig?

Nach einer Operation am Sprunggelenk kann es 8 – 12 Wochen dauern, bis das Gelenk wieder voll belastet werden darf. Es kommt auf die individuelle Situation und auf die beruflichen Anforderungen an, ob für diese Zeit eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausgestellt wird. Grund für eine Schwerbehinderung ist eine Sprunggelenksarthrose nur selten. Meist wird lediglich ein Behinderungsgrad von ca. 10% festgelegt bei Arthrose, zur Anerkennung einer Schwerbehinderung sind jedoch mindestens 50% notwendig 

 

Fazit

Arthrose ist zwar derzeit nicht komplett heilbar, die richtigen Therapien können die Beschwerden jedoch gut behandeln, Schmerzen reduzieren und ein Fortschreiten der Erkrankung verzögern. Besonders erfolgreich sind dabei Stoßwellentherapie, Injektionstherapie und die neue Stammzelltherapie. Eine Operation kann so in den meisten Fällen vermieden werden. Unser Expertenteam steht Ihnen gerne für alle diesbezüglichen Fragen zur Verfügung. Damit Sie schnell wieder fit, beweglich und schmerzfrei leben können. Vereinbaren Sie einen Termin für ein Beratungsgespräch.

FAQ Sprunggelenksarthrose im MEDICUM

Wie kann man Sprunggelenksarthrose vorbeugen?

Durch Vermeidung von Übergewicht und Überlastungen, eine gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und Kräftigungsübungen kann man versuchen, einer Arthrose allgemein vorzubeugen. Wichtig für Sprunggelenksarthrose ist es auch, Fehlstellungen rechtzeitig korrigieren zu lassen und Verletzungen gründlich auszukurieren.  

Was hilft bei Arthrose im Sprunggelenk?

Als besonders hilfreich haben sich Stoßwellentherapie, Injektionstherapie sowie gezielte Übungen gegen die Beschwerden einer Sprunggelenksarthrose erwiesen. Entzündungen und Schmerzen können so reduziert und die Stabilität des Gelenks verbessert werden. 

Welchen Sport bei Arthrose am Sprunggelenk?

Kräftigungs- und Balanceübungen sowie moderate Bewegung (Schwimmen, Walken, Radfahren) stabilisieren das Sprunggelenk und wirken gegen die Beschwerden einer Arthrose am Gelenk. Das Fortschreiten der Erkrankung wird so verlangsamt und Schmerzen lassen nach.

Autor

Dr. Csaba Losonc studierte Medizin in Bonn und Gießen. Er ist sowohl Facharzt für Allgemeinchirurgie als auch für Orthopädie und Unfallchirurgie. Zusatzqualifikationen in Sportmedizin, Manueller Medizin und Akupunktur hat er im Laufe seiner beruflichen Laufbahn neben vielfältigen Erfahrungen in Kliniken und diversen Praxen erworben. 2015 gründete Dr. Losonc das ORTHOPAEDICUM im Kreis Ahrweiler, das inzwischen ein großes und international renommiertes Kompetenzzentrum für Orthopädie, Sportmedizin und Chirurgie darstellt. Das Medizinische Versorgungszentrum bietet als MEDICUM Rhein-Ahr-Eifel eine breite Auswahl an verschiedenen Therapien an, der Schwerpunkt liegt dabei auf Stoßwellentherapie, Arthrosetherapie, Sportmedizin und Rehamedizin. Außerdem ist das MEDICUM akkreditierte Golf Klinik der PGA Germany.